Paravents
Alle Paravents wurden auf beiden Seiten bemalt.
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Woytek Berowski
"Ikarus und andere Faelle", 2003, 174 x 200 x 1,5 cm, Öl
auf Holz
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Heiner Meyer
"Ohne Titel", 1998, 183 x 180 cm, Öl auf Multiplex,
gelocht
Auch die Bilder von Heiner Meyer beziehen sich auf klassische, antike
Vorlagen, jedoch nicht so sehr auf Ideen, wie auf reale (museale)
Statuen.
Sein Paravent Ohne Titel hat eine lichte Tages- und eine düstere
Nachtseite: auf jeder der sechs Tafeln findet sich jeweils eine antike
Statue oder ein Detail. Die Rückseite präsentiert die drei
Motive Kopfteil, Rückenteil und Torso also Körperteile
vor einem nachtschwarzen Hintergrund; die drei Teile sind jeweils
mit etwa sechs horizontalen gelblichen (Stör)Streifen lasierend
übermalt. Diese Streifen korrespondieren zwar miteinander sind
jedoch nicht durchgehend gemalt.
Die Vorderseite präsentiert auf der linken Seite einen männlichen
Torso, der in ironischer Schamhaftigkeit und ohne jeden bekannten
Bezug zur Antike sein Geschlechtsteil mit der rechten Hand verdeckt;
auf der rechten Seite befindet sich ein klassischer weiblicher Torso.
Die mittlere Tafel deutet zwei Säulen und ein Kapitell an: die
gesamte Dreiheit der Statuen ist farbig umgeben, unterlegt und übermalt
und verweist auf die Buntheit, die ursprünglich eine konstituierende
Eigenschaft der antiken Figuren war und die heute verloren ist.
Als Besonderheit fallen beim Paravent Heiner Meyers die drei Löcher
im oberen Teil der drei Tafeln auf: Transporthilfen oder Gucklöcher?
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Andreas Silbermann
"Ohne Titel", 1998, 187 x 192 cm, Öl auf Holz / Teakholzrahmen
Auch auf der Vorderseite des Paravents Ohne Titel von Andreas Silbermann
regiert die Natur. Ihre Natürlichkeit ist allerdings trotz der Wuchskraft
des Hopfens und diese Pflanze scheint das Bild zu bestimmen
gefährdet, gefährdet durch die Komposition des Malers.
Diese bedroht aber nicht nur die Flora, sondern auch die Fauna des Bildes,
zwei Vögel auf der mittleren und der rechten Tafel. Das Medium der
Bedrohung sind überdimensionierte, hakenbewehrte Häkelnadeln,
die zunächst wie Hopfenstangen wirken, bevor man ihr Gefahrpotential
erkennt.
Der fliegende Kinderball am unteren Rand der linken Tafel kann die scheinbare
Idylle aus Pflanzen und Vögeln nicht retten, zumal er teilweise durchsichtig
zu sein scheint. Auch der gelblich-grau-weiß gestreifte Hintergrund
verunsichert den Betrachter je länger er das Bild betrachtet.
Wenn er dann die Rückseite besieht, die von eben diesen Streifen dominiert
wird, stellt er sich die nun berechtigte Frage, ob es sich bei diesen, auf
der Bildfläche befindlichen Objekten statt um eine ironische Spielerei
nicht etwa um schwebende Minen handelt.
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Thomas Baumgärtel
"Bunte Banane", 2000, 162,5 x 183 x 5 cm, Acryl auf Leinwand
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David Dalla Venezia
"Ohne Titel", 2002, 186 x 174 x 2 cm, Öl auf
Holz
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